Gezielte Maßnahmen für den Tourismusstandort
Die Tourismusbranche ist eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Gemeinsam mit der Freizeitwirtschaft erwirtschaftet die Branche rund 14% der heimischen Wirtschaftsleistung und trägt zur Sicherung von über 567.000 Vollzeitarbeitsplätzen bei – besonders in den Regionen ist sie Jobmotor, Exportbranche und Identitätsträger zugleich.

Österreich blickt auf ein starkes Tourismusjahr 2025 zurück: Von Jänner bis November wurden 143,34 Millionen Nächtigungen gezählt: ein Plus von 1,2% im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfreulich ist der Start in die heurige Wintersaison: Im November wurden fast 6 Millionen Nächtigungen verzeichnet – ein Zuwachs von 3,4% gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Nachfrage in der Adventzeit war hoch, die Auslastung rund um Weihnachten und Silvester sehr gut.
Trotz guter Nachfrage steht die Branche unter Druck:
- Steigende Energie-, Personal- und Finanzierungskosten
- Zunehmende Herausforderungen bei Fachkräften und Betriebsnachfolge
- Herausforderungen durch internationale Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratie
Daher setzt die Volkspartei in der Bundesregierung weitere Schritte zur Stärkung des Tourismusstandorts. Ziel ist es, Wertschöpfung im Land zu halten, Zukunftsperspektiven zu sichern und ein modernes, nachhaltiges Tourismusbild weiterzuentwickeln. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, Betriebe dort zu entlasten, wo Bürokratie keinen Mehrwert schafft – damit mehr Zeit und Ressourcen für Qualität, Gäste und Beschäftigte bleiben.
Im Ministerrat wurden daher folgende Maßnahmen getroffen, um den Tourismusstandort Österreich weiter zu stärken
- Vision T – Erarbeitung einer neuen nationalen Tourismusstrategie mit starker Beteiligung der Branche
- Nach den Expertengipfeln folgen Stakeholderdialoge in allen Bundesländern ab März 2026
- Neues Zielbild für den Tourismus bis Sommer 2026
- Sonderbudget für die Olympischen Winterspiele 2026
- 1 Mio. Euro für internationale Bewerbung Österreichs als führende Skidestination
- Modernisierung der Beherbergungsstatistik
- Mehr Digitalisierung und Datenqualität als Voraussetzung für das digitale Gästeblatt
- Neue Imagekampagne „Team Tourismus“
- Ziel: Mehr Menschen für Jobs im Tourismus begeistern
- Schwerpunkt auf moderne Arbeitswelten, Karrieren und Sinnstiftung
- Bundesweite Fachkräftestrategie laut Regierungsprogramm – im Tourismus mit Schwerpunkt auf Ganzjahresarbeitsplätze und überregionale Vermittlung
- Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen, Qualifikation und langfristige Bindung
- Start des Tourismusbeschäftigtenfonds
- 6,5 Mio. Euro jährlich für Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen
- Überprüfung der Inflationsberechnung im Tourismus
- Gemeinsam mit Statistik Austria, um exportorientierten Charakter besser abzubilden
- Programm „NextGen4Austria“ zur Betriebsnachfolge im Tourismus
- Qualifizierungsangebote für potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger
- Preisauszeichnung bei Beherbergungsbetrieben vereinfachen
- Klare Regeln für die Ausweisung von Abgaben wie der Ortstaxe, zeitgemäße Anpassung der Pflicht zur Preisangabe im Eingangsbereich
- Umsetzung der EU-Verordnung zu Short-Term Rentals
- Bund stellt technische Infrastruktur für einheitliche Datenmeldung zur Verfügung
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner:
„Tourismus ist kein Schönwetterthema, sondern ein echter Standortfaktor. Deshalb investieren wir gezielt in seine Zukunft: Mit der Vision T schaffen wir gemeinsam mit der Branche ein neues Zielbild für den österreichischen Tourismus. Wir zeigen rund um die Olympischen Spiele, was Österreich als Wintersportnation kann und zu bieten hat und holen damit zusätzliche Wertschöpfung ins Land. Gleichzeitig arbeiten wir an besseren Daten mit dem digitalen Gästeblatt, an besseren Rahmenbedingungen mit einer neuen Fachkräftestrategie. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Dienstleistungsexporte Österreichs und muss in der Preisstatistik auch als solcher behandelt werden. Wenn unsere Betriebe international wettbewerbsfähig sind, bringt das mehr Investitionen, mehr Qualität und mehr Chancen für den Standort. Genau deshalb prüfen wir die Inflationsberechnung im Tourismus gemeinsam mit der Statistik Austria. Denn klar ist: Ohne Tourismus fehlt in vielen Regionen nicht nur der Wirt/die Wirtin, sondern die wirtschaftliche Grundlage.“