Internationaler Holocaust-Gedenktag: „Aus der Erinnerung erwächst Verantwortung“
Im Gespräch mit Yad Vashem-Vorsitzendem Dani Dayan betonten Bundeskanzler Stocker und Staatssekretär Pröll die besondere historische Verantwortung Österreichs sowie die Bedeutung einer lebendigen und zukunftsgerichteten Erinnerungskultur.

Am 27. Jänner findet der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt und erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren. Für uns als Volkspartei steht fest: Österreich trägt eine besondere historische Verantwortung und muss dieser im Rahmen einer lebendigen und zukunftsgerichteten Erinnerungskultur gerecht werden. Im Vorfeld des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust trafen Bundeskanzler Christian Stocker und der für den Kampf gegen Antisemitismus zuständige Staatssekretär Alexander Pröll den Vorsitzenden der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, zu einem Gespräch. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Verantwortung für Erinnerung und Bildung sowie das entschiedene Eintreten gegen Antisemitismus in all seinen Formen.
Hass und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Besonders in den letzten Jahren mussten wir sowohl in Österreich als auch weltweit einen massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle verzeichnen. Dagegen müssen wir immer und überall entschieden aufstehen. Niemand darf tatenlos zusehen, wenn sich Jüdinnen und Juden in Österreich und auf der ganzen Welt nicht mehr sicher fühlen. Nur dann kann aus einem „Niemals vergessen“ ein „Niemals wieder“ werden.
Bundeskanzler Christian Stocker:
„Wir dürfen Intoleranz niemals akzeptieren, egal in welcher Gestalt sie sich zeigt. Die Erinnerung an die Shoah ist mehr als ein Blick in die Vergangenheit – aus ihr erwächst Verantwortung für die Gegenwart und ein klarer Auftrag für die Zukunft.“
Staatssekretär Alexander Pröll:
„Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist es unsere Pflicht, das Gedenken an die Opfer der Shoah wachzuhalten und dieses Wissen insbesondere an junge Generationen weiterzugeben.“