23.02.2024

Maßnahmen für einen ausgewogenen Tourismus

Der österreichische Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der sowohl Wohlstand als auch Arbeitsplätze in den Regionen sichert. Um Österreich als Tourismusland auch weiterhin erfolgreich zu positionieren, hat Bundeskanzler Karl Nehammer im Österreichplan konkrete Vorschläge gemacht, um das ausgewogene Miteinander zwischen Bevölkerung und Gästen zu sichern. Um dies zu gewährleisten, hat Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler zehn Maßnahmen ausgearbeitet.

Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler

Österreich ist ein starker Tourismusstandort und sowohl im Winter als auch im Sommer ein beliebtes Reiseziel. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Im Jahr 2023 wurden laut Statistik Austria 151 Millionen Nächtigungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben gemeldet, 74 Prozent entfallen dabei auf Gäste aus dem Ausland. 

Gerade weil der Tourismus boomt, ist Österreich mit dem Problem konfrontiert, dass der Tourismus immer mehr in Massentourismus ausartet. Bundeskanzler Karl Nehammer hat das erkannt und im Österreichplan konkrete Maßnahmen festgeschrieben, um diesem Problem zu entgegen. Um einen nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Tourismusstandort Österreich zu gewährleisten, ist die richtige Balance zwischen den Gästen und den Bedürfnissen der eigenen Bevölkerung notwendig. Das erklärte Ziel ist es, ein positives Miteinander von Bevölkerung und Tourismus zu gewährleisten.

Um das erklärte Ziel des Österreichplans umzusetzen, hat Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler zehn konkrete Maßnahmen ausgearbeitet:

  1. Langfristige Messung der Tourismusakzeptanz durch regelmäßige Befragungen
  2. Steigerung des Bewusstseins für ausgewogenen Tourismus durch eine Informations-Broschüre
  3. Fördercall zur Entwicklung von Konzepten gegen ‚Unbalanced Tourism‘ in den Regionen
  4. Etablierung eines Dashboards zum Gästeaufkommen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft
  5. Vernetzung der Tourismusforschung mit einer „Forschungslandkarte
  6. Mehrere nationale und internationale Workshops für den Erfahrungsaustausch zum Thema ‚(Un-)Balanced Tourism‘
  7. Erstellung eines Leitfadens zu Stakeholderprozessen gemeinsam mit der Österreich Werbung
  8. Stärkere Nutzung von anonymisierten Mobilfunkdaten um das Gästestrommanagement zu verbessern
  9. Entwicklung und Ausrollung aussagekräftiger Indikatoren zur Nachhaltigkeitsmessung
  10. Mehr Transparenz bei Privatvermietung durch eine rasche Umsetzung der EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung
     

Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler:

„Die Frage ist letztlich: Wann wird der Tourismus zu viel? Die Antwort liegt immer auch im Auge des Betrachters. Deshalb ist das beste Rezept für ausbalancierten Tourismus, die Bedenken aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und den Tourismus so zu gestalten, dass sein großer Mehrwert für uns alle spürbar wird.“