12.02.2024

SPÖ liebäugelt mit Herbert Kickl

In der SPÖ mehren sich die Stimmen, welche sich für eine Koalition mit der FPÖ aussprechen. Der Drang zu Regieren ist bei den roten Genossen offenbar höher, als die Versprechen an die Wähler einzuhalten. Damit lösen sich die Lippenbekenntnisse von Andreas Babler, keine Koalition mit der FPÖ einzugehen, in Luft auf.

Generalsekretär Christian Stocker

Die SPÖ ist tief gespalten. Während sich Parteichef Andreas Babler und einige Landesorganisationen gegen eine Koalition mit der FPÖ aussprechen, liebäugeln andere Landesparteiobleute ganz offen mit einer Blau-Roten Koalition. Nachdem sich die niederösterreichische SPÖ für eine Koalition mit Herbert Kickl und der FPÖ offen gezeigt hatte, äußerte auch der Landeshauptmann des Burgenlands, Hans Peter Doskozil,  kürzlich eine klare Präferenz hinsichtlich einer Blau-Roten Koalition nach der Nationalratswahl.

Parteichef Andreas Babler ist bei dem Versuch, sich von Herbert Kickl klar zu distanzieren, kläglich gescheitert. Das zeigt, wie wenig Gewicht Andreas Babler in seiner Partei hat – er ist nicht mehr als ein Passagier. Nach dem Wahltag wird er, ähnlich wie seine Vorgängerin, Platz für jemand anderes machen müssen, der ohne zu zögern den blauen Parteiobmann Herbert Kickl den Weg ins Bundeskanzleramt ebnet.

Wer sich konstruktive Kräfte in der Bundesregierung wünscht, sollte nicht auf die SPÖ setzen. Denn wer erwägt, Andreas Babler sein Vertrauen zu schenken, der muss damit rechnen, bald einen Herbert Kickl an der Spitze von Österreich zu erleben. Am Ende ist nur mit der Volkspartei als starke Kraft der Mitte in der nächsten Bundesregierung gewährleistet, dass es zu keinem Blau-Roten Sicherheitsrisiko in Österreich kommt.

Generalsekretär Christian Stocker: 


„Aussagen wie die von Hans Peter Doskozil zeigen, wie viel die Distanzierung der Bundes-SPÖ von Herbert Kickl wirklich wert ist: nämlich nichts. Denn wie in so vielen Fragen herrscht auch bei diesem Thema in der SPÖ keinerlei Einigkeit. Wer erwägt, der SPÖ sein Vertrauen zu schenken, muss damit rechnen, mit Kickl an der Spitze einer Bundesregierung aufzuwachen.“