31.05.2024

Valorisierung der Zuverdienstgrenze bei der Familien- und Studienbeihilfe

Studierende, die Familien- und Studienbeihilfe erhalten, dürfen zusätzlich  bis zu einer gewissen Zuverdienstgrenze arbeiten, ohne dass es zu Kürzungen kommt. Durch die Inflation wird diese jedoch faktisch immer niedriger, was dazu führen kann, dass Arbeit für Studierende unattraktiver wird, da sie um diese Leistungen umfallen. Dies widerspricht klar dem Grundsatz, dass Leistung sich lohnen muss, weswegen die Zuverdienstgrenze von nun an valorisiert wird.

Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm

Viele Studierende gehen neben dem Studium noch arbeiten, um sich ein zusätzliches Einkommen zu verdienen. Wenn man aber mehr als die aktuelle Zuverdienstgrenze von 15.000 € jährlich verdient, kommt es zu einer Kürzung der Beihilfen, wodurch manche Studierende am Ende durch ihre Arbeit weniger haben als davor. 

Wer neben dem Studium arbeitet und damit zusätzlich etwas leistet, soll dafür nicht bestraft, sondern vielmehr dafür belohnt werden. Deswegen wurde schon am Anfang der Legislaturperiode die Zuverdienstgrenze für Familien- und Studienbeihilfe von 10.000 auf 15.000 Euro erhöht

Jetzt gilt es, berufstätige Studierende auch weiterhin zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für den Erhalt des Lebensunterhalts abzusichern. Darum wird ab diesem Jahr nicht nur die Studienbeihilfe selbst, sondern auch die Zuverdienstgrenze an die Inflation angepasst. Die Regelung wird dabei ab Jänner 2024 rückwirkend gelten.

Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm: 

„Wir erhöhen diese Zuverdienstgrenze automatisch, weil Studentinnen und Studenten, die neben ihrem Studium auch einer Arbeit nachgehen, doppelt Leistung erbringen. Einerseits im Studium, andererseits auch in der Arbeit. Und da ist es ganz egal, ob das beim Kellnern, beim Arbeiten in einem Callcenter, bei der Aushilfe am Bau oder vielleicht bei den ersten beruflichen Erfahrungen im zukünftigen Fachgebiet passiert. Die Valorisierung ist ein großer Entlastungsschritt für alle Studierenden, die nebenbei arbeiten und berufstätig sind. Denn die Fleißigen sollen angespornt und nicht bestraft werden.“