06.05.2024

Verschärfte Kontrollen bei Familiennachzug

Um den Familiennachzug, der in den letzten Monaten vermehrt stattgefunden hat, einzuschränken, hat Bundeskanzler Karl Nehammer veranlasst, strikte Überprüfungen vorzunehmen, um Missbrauch vorzubeugen. Der Innenminister Gerhard Karner und Außenminister Alexander Schallenberg sind bereits angewiesen worden, die Maßnahmen in den nächsten Tagen wirksam umzusetzen.

Nach der Genehmigung ihres Asylstatus haben in Österreich das Recht, ihre leiblichen Kinder, sowie deren Mutter oder Vater Kinder nachzuholen. Im Falle von minderjährigen Geflüchteten dürfen diese ihre Eltern nachholen. Dies war in den letzten Monaten vermehrt der Fall und fand insbesondere in der Bundeshauptstadt Wien statt, wo dadurch eine starke Belastung für das System entstand.

Um diesen Familiennachzug nun einzuschränken und Missbrauch zu verhindern, hat der Bundeskanzler daher strikte Kontrollen der Antragstellerinnen und Antragsteller veranlasst. Hierbei sollen Innen- und Außenministerium sicherstellen, dass bei möglichen Familiennachzügen die Verwandtschaft zweifelsfrei nachgewiesen wird. Schon beim geringsten Zweifel sollen dazu DNA-Tests durchgeführt werden und auch speziell geschulte Dokumentenprüfer eingesetzt werden. Auch verstärkte Sicherheitsüberprüfungen der Familienangehörigen durch die Sicherheitsbehörden sind vorgesehen.

Denn in Zeiten wie diesen, in denen unser System durch den Familiennachzug stark belastet wird, muss sichergestellt sein, dass dieses Problem nicht durch Missbrauch noch verschärft wird. Familiennachzug darf kein Deckmantel für illegale Migration sein.

Karl Nehammer

Bundeskanzler Karl Nehammer:

„Wir brauchen verschärfte Kontrollen um zu wissen: Wer kommt zu uns? Sind die Dokumente korrekt? Müssen DNA-Tests angewandt werden? Seitens des Bundes habe ich Außenminister und Innenminister damit beauftragt, dass der Familiennachzug beschränkt wird.“