21.12.2023

Aufarbeitung der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie war die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und für jede und jeden eine schwierige Zeit. Das oberste Ziel der Bundesregierung war es, Menschenleben zu schützen und zu retten. 

Bundeskanzler Karl Nehammer

Auf Anregung von Bundeskanzler Karl Nehammer hat die Bundesregierung bereits im Mai 2023 die Durchführung eines Prozesses zur Aufarbeitung der Corona-Zeit beschlossen. Das federführend von der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) betreute Projekt umfasst zwei wesentliche Teile: Zum einen wurden in insgesamt fünf sozialwissenschaftlichen Fallstudien wesentliche Kernaspekte des gesellschaftlichen Umgangs mit der Pandemie untersucht, zum anderen wurde ein Dialogprozess aufgesetzt, um die Bevölkerung in repräsentativer Weise in die Aufarbeitung einzubinden.

Der Bericht der wissenschaftlichen Kommission zeigt, dass es damals wie heute richtig war, möglichst viele Menschenleben zu schützen, die Spitäler vor einem Kollaps und die kritische Infrastruktur vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Fakt ist aber auch, dass Politiker mit dem Wissen von heute eine andere Sprache gewählt hätten, um einer Spaltung der Gesellschaft stärker entgegenzuwirken. Die Entscheidung über die nie in Kraft getretene Impfplicht hätte besser und transparenter kommuniziert werden müssen. Die wissenschaftliche Meinung muss verständlicher erklärt werden – dabei sind auch die Medien gefordert. Und auch die Oppositionsparteien sind gefordert, eine Krise dieses Ausmaßes nicht für parteipolitische Strategien zu nutzen, denn solche Krisen können wir auch in Zukunft nur gemeinsam bewältigen. 

Die Bundesregierung hat fünf strukturelle Ableitungen aus dem Bericht festgelegt:

  • Die Krisenresilienz soll durch ein Bundes-Krisensicherheitskabinett erhöht werden.
  • Die Krisenkommunikation soll strukturiert etabliert werden.
  • Es braucht Maßnahmen gegen die Wissenschaftsskepsis.
  • Die Attraktivierung der Gesundheits- und Sozialberufe muss vorangetrieben werden.
  • Die Datenerfassung und Auswertung muss verbessert werden.

Bundeskanzler Karl Nehammer: „Es ging uns allen gleich: Die Pandemie war für die Menschen in Österreich eine große Belastung. Unser oberstes Ziel war es immer, Menschenleben zu retten und einen Zusammenbruch der Versorgungssysteme zu verhindern. Ich habe immer gesagt: In einer Zeit wie dieser sind sicherlich auch Fehler passiert, diese werden in der Aufarbeitung nun benannt. Wichtig ist, aus Fehlern die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Denn eines ist auch klar: Nur wer nichts arbeitet, kann keine Fehler machen. Mit dem Wissen von heute würden wir einiges anders machen. Wichtig ist jetzt, die richtigen Ableitungen zu treffen, die Lehren zu  ziehen allen voran, dass alles daran zu setzen ist, einer Spaltung der Gesellschaft  entgegenzuwirken.“